Obwohl das so genannte Burnout-Syndrom noch keine anerkannte medizinische Diagnose darstellt, kommen Ärzte immer häufiger mit PatientInnen in Kontakt, die über Beschwerden berichten, die genau dieses Phänomen beschreiben.
Vor diesem Hintergrund fand im Jänner 2011 ein interdisziplinäres ExpertInnen-Meeting mit führenden österreichischen ExpertInnen auf dem Gebiet der Psychiatrie, Neurologie, Inneren Medizin, Psychologie und Allgemeinmedizin statt (Vorsitz Michael Lehofer, weitere AutorInnen Reinhold Glehr, Christian Haring, Paul Jiménez, Siegfried Kasper, Wolfgang Lalouschek, Josef Marksteiner, Michael Musalek, Barbara Sperner-Unterweger, Georg Titscher, Elisabeth Weiss).
Die Zielsetzung war, aktuelle Aspekte zur Diagnose und Therapie des Burnout-Syndroms zu diskutieren und Empfehlungen für den Arzt in der Praxis zu erarbeiten.
Die Ergebnisse der im Rahmen des Meetings präsentierten Daten sowie die Diskussion der ExpertInnen wurden in einer Publikation zusammengefasst und praxisrelevant für ÄrztInnen als Informationsgrundlage und Orientierungshilfe für die Prävention, Diagnosestellung und Behandlung aufbereitet.
Das ExpertInnen-Statement ist auch über diese Zielgruppe der ÄrztInnen hinaus eine wichtige Basis für das Verständnis des Phänomens Burnout und hilft auch einzuordnen, welche Wege für Abklärung und Intervention gesucht werden können.
Für Sie aus Unternehmenssicht dabei besonders interessant: Im ExpertInnen-Statement gab es Konsens darüber, dass Burnout nicht rein Personen-bezogen ist, sondern nach aktuellem Stand der Wissenschaft die Arbeitsumwelt eine sehr große Rolle spielt. Das bedeutet, dass die Interaktion zwischen Person und Umwelt in der Prävention unbedingt arbeitspsychologisch beachtet werden muss.
Das ExpertInnen-Statement können Sie hier als Artikel herunterladen (mit Genehmigung der Update Gesellschaft zur Förderung der ärztlichen Fortbildung und medizinischen Forschung e.V.):